Leseprobe:


Vorwort

Schon die Vorgeschichte zu diesem Buch ist spannend. Angefangen hat alles mit einer Idee in den Osterferien 1992. Wir hatten Zeit, keine Schule, wenig Arbeit im Jugendheim und den Wunsch, gemeinsam etwas in dieser Zeit zu machen.
Auch war das Interesse da, über unsere Jugendarbeit nachzudenken. Viele Probleme hatten wir in den letzten Monaten zu bewältigen, die das Haus, die Gemeinde, den Kirchenvorstand und speziell die Jugendarbeit betrafen.
In einem alten Schrank fanden wir einige Akten, die ein wenig "Geschichte der Jugendarbeit" beinhalteten. Neugierig lasen wir sie, fanden alte Briefe, Freizeitabrechnungen, Fotos und viele Namen. Vielleicht konnten wir ja so Antworten auf unsere Probleme finden, oder wenigstens erfahren, ob es Jugendlichen aus anderen Jahren oder Jahrzehnten ähnlich ging wie uns heute. Die Idee entstand, zu sichten und zusammenzutragen, um mehr über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte zu erfahren. Doch waren diese Dokumente nur Bruchstücke. Aber anhand der Namen und der detektivischen Arbeit auf der Suche nach deren heutigen Adressen fanden wir viel heraus. Interviews wurden geführt, Menschen riefen an oder kamen auf der Straße auf uns zu. Mosaikstücke fügten sich mehr und mehr zu einem Ganzen zusammen. Überall war große Bereitschaft, aus der Vergangenheit zu erzählen, von Erlebnissen, von Freizeiten, von Ärgernissen, Frustrationen.
All das ist nun zum Inhalt dieses Buches geworden; sehr umfangreich, nicht auf einmal zu lesen, nicht vollständig, aber doch sehr spannend; spannend, wie sich Dinge oft wiederholen, gleiche Fehler gemacht werden, wie Bedürfnisse Jugendlicher von gestern und heute sich nur punktuell unterscheiden, und vieles mehr.
Bleibt zum Schluss dieses Vorwortes nur noch der Dank an alle, die bei der Erstellung mitgeholfen haben: den sehr interessierten Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern für ihre Offenheit und dem zur Verfügung gestellten Material, der Kreissparkasse Melle, die den Druck mitfinanzierte, Herrn Eckhard Eilers, der das Layout und den Satz besorgte, Herrn Heemann aus dem Kirchenkreisamt, der die Bilder rasterte und das Buch druckte und natürlich den vielen Jugendlichen, die die Akten bewältigten, Daten zusammenstellten, Texte schrieben, und, und, und... Ohne ihr Engagement wäre es wohl nur bei der anfangs erwähnten Idee geblieben...
... und natürlich der Wunsch auf viel Freude, Erfahrungen und Erinnerungen beim Lesen und vielleicht etwas Rückmeldung.
      Im August 1992
      Uta Brinkwerth, Silke Kleemann, Jutta Melchior,
      Katja Mänken, Katja Witte und Diakon Andreas Overdick



Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Die Zeit vor 1946
Aus dem Gemeindebuch 1950
Lager-ABC für Mitarbeiter im Sommerlager
Die Zeit von 1946 bis 1989
Pfingsttreffen des Westdeutschen Jungmännerbundes 1955
Kreisjugendtreffen des Kirchenkreises Buer am 9. 9. 1956
10. Jahresfest des CVJM Melle 1956
Ordnung des Osterfeuers 1957
Verpflichtung des CVJM Melle
Der CVJM
Die CP – "Da war doch noch..."
Zeitzeugen
Aus Gemeindeblättern der St.-Petri-Gemeinde
Aus Protokollen des Hausvorstandes des Jugendheimes
Aus Briefen
Aus dem Meller Kreisblatt I
Gruppenplan (1973)
Interview mit Manfred Steininger
Aus dem Klatschmohn
Offener Brief an die Redaktion des "Klatschmohn"
Heimat und Herkunft
"Fahrt ins Tal der Ahnungslosen"
Abschiedspredigt von Pastor Sachs
Chronologie der Sommerfreizeiten
Chronologie der hauptamtlichen
      Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit
Wichtige Termine der Jugendarbeit
Die Zeit ab 1990
Das Kreuz auf der Weltkugel
Der Verband der Evangelischen Jugend
Das Zeichen der Ev. Jugend der St.-Petri-Gemeinde
Die Ordnung des Jugendheimes 1990
Gruppenplan (1992)
Man(n) kann auch Hausfrau sein!?
Jugendgottesdienst zum Vorabend des 9. November 1991
Ein guter Geist im Jugendheim
Wer wir sind
Kritik der Jugend an der Kirche
Wettbewerb des Diakonischen Werkes zur Suchtprävention
Musische Arbeit der Evangelischen Jugend
Aus dem Meller Kreisblatt II
Was verstehe ich unter evangelischer Jugendarbeit
Interview mit Diakon Andreas Overdick zu seinem Abschied
Da war doch noch...
Nachwort