Hoffnungsbaum

Hoffnungsbaum


Hoffnungsbaum – das waren die musikalischen Anfänge.
Hoffnungsbaum – das war ehrenamtliche Jugend- und Musikarbeit
Hoffnungsbaum – das waren wertvolle Begegnungen,
die bis in die heutige Zeit reichen

Die hier abgedruckten Artikel sind aus der Zeit von 1979-1991. Sie wurden im
"HoffnungsbaumBrief" veröffentlicht oder stammen aus der lokalen Presse.


Musikgruppe Hoffnungsbaum – Was ist das eigentlich?
Das kann man anhand eines Baumes erklären. Der "Stamm", das sind ca. 25 Jugendliche im Alter von 17-21 Jahren, die sich wöchentlich treffen, um Neue Geistliche Lieder für Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen zu üben. Seit 1979 gibt es diesen "Stamm", der im Kirchenkreis Hildesheim und darüber hinaus Neue Geistliche Lieder singt und spielt.
Die "Wurzeln" des Hoffnungsbaumes liegen bei den Textern und Komponisten, die seit mehreren Jahren Neue Geistliche Lieder schreiben (P. Janssens, D. Jöcker, O. G. Blarr, C. Lehmann, F. Baltruweit, u.v.a.). Von ihnen haben wir die viele Lieder.
Die Äste und Zweige haben sich im ganzen Kirchenkreis Hildesheim ausgestreckt. Es sind die vielen Leute, die mit uns immer wieder Musik machen. Die uns helfen, wenn mal Not an Musikerinnen und Musiker ist. Die auch konstruktive Kritik äußern. Ganz besonders sind da wohl die Äste zu nennen, die bis in den Mitarbeiterkreis der Michaelisgemeinde reichen.
Dieser Baum hat in einigen Gemeinden richtige Wurzeln geschlagen. In diese Gemeinden kommen wir besonders gern. Zum Beispiel gestalten wir in Garmissen gemeinsam mit Pastor Renk und Jugendlichen jedes Jahr einen Gottesdienst, der bei allen Beteiligten Spuren hinterlässt. Er ist schon Tradition in Garmissen geworden.
Das ist der Hoffnungsbaum. Ein Baum, der Hoffnung wecken möchte!
Wurzeln, Stamm, Äste und Zweige...
Die Früchte, das sind die vielen Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher, die Spaß an der Musik finden, die wir machen.


Die Geschichte der Musikgruppe "Hoffnungsbaum"
1979 überlegten Hans-Joachim Schwietering und ich, ob wir neben der Jugendarbeit, die wir in der Martin-Luther-Gemeinde machten, noch eine Musikgruppe aufbauen sollten. Durch den Kirchentag in Nürnberg und das Spielen und Singen von Neuen Geistlichen Liedern mit Frank Holle und Margarete Schwietering in der Michaeliskirche hatten wir dazu große Lust. Ziel von uns war es, die musikalische Arbeit und die Jugendarbeit zu verbinden.
Am ersten Übungsabend kamen zwölf Jugendliche. Mit so vielen hatten wir gar nicht gerechnet. Wir freuten uns sehr, dass auch andere Jugendliche Interesse an dieser Musik hatten.
Wir fingen an, Neue Geistliche Lieder zu singen. Hans-Joachim spielte selbst geschriebene zweite Stimmen auf der Bratsche. Ich spielte Gitarre dazu.
Leider musste Hans-Joachim nach einiger Zeit bei uns aufhören. Sein Abitur stand bevor. Ich leitete die Musikgruppe weiter. Mir fiel dies anfangs schwer, da ich noch nicht das musikalische Wissen hatte. Durch ein Seminar im Haus für Gottesdienst und Kirchenmusik und den Musik-Leistungskurs konnte ich mir jedoch dieses Wissen aneignen.
Die Gruppe war jetzt soweit, dass wir einen Gottesdienst musikalisch gestalten konnten. Wir nahmen "Wir haben einen Traum" von Peter Janssens als Grundlage. Ich arrangierte die Lieder, schrieb Flötenstimmen für Anette Müller und Sylvia Marhauer und übte mit Achim Bertram und Axel Kunz E-Gitarre und Bass. Die Zwischentexte wurden in der Musikgruppe erarbeitet.
Nach einigen Wochen Arbeit "stand" der Gottesdienst und fand am 30. August 1981 statt. Zu unser aller Überraschung war die Kirche voll. Für alle, die mitgefeiert haben, war es ein schönes Erlebnis. Natürlich wurde auch Kritik geäußert. Trotz der Kritik machten wir weiter. Jetzt riefen auch andere Gemeinden an, ob wir nicht mal bei ihnen spielen könnten. Natürlich haben wir zugesagt!
Neben diesen Gottesdiensten bereiteten wir auch größere Veranstaltungen vor. So fanden am 17.10.1982 das "Gebet für Marylin Monroe" von Ernesto Cardenal, vertont von Peter Janssens, die Politischen Nachtgebete 1981 und 1982 und der Konfirmandentag 1982 statt.
Seit 1983 ist Hoffnungsbaum die Musikgruppe des Evangelischen Stadtjugenddienstes Hildesheim.
Die Mitglieder der Musikgruppe wechseln natürlich auch. Manche verlassen die Gruppe, da sie irgendwo anfangen zu studieren. Andere kommen hinzu.


Woher kommt der Name "Hoffnungsbaum"?
Vor dem Hamburger Kirchentag 1981 wurde von der Nordelbischen Landeskirche ein Autoren- und Komponistenwettbewerb ausgeschrieben. Wir wollten mit einigen Liedern daran teilnehmen und suchten dafür einen Gruppennamen.
Beim Kinderkirchentag in Hamburg wurde das Singspiel "David und Goliath" aufgeführt. Die Musikgruppe "Menschenkinder" sang dabei das "Lied vom Hoffnungsbaum":

Kommt, wir pflanzen den Hoffnungsbaum!
Die Wurzeln, das sind Gedanken und Träume,
die greifen, die wachsen gegen den Eissturm: Die Angst.
Die Äste, die Zweige, das sind Gespräch und Gebete,
die treiben, die steigen gegen den Wirrwind: Die Angst.
Die Blüten, die Blätter, das sind unser Lachen und Lieder,
die blühen, die grünen gegen den Nachtwind: Die Angst.
Ein Baum, der nicht bricht, unter dem Gott wohnt.
Der Baum: Fürchte-dich-nicht!

So ein Baum sein, das ist unser Wunsch!