Geschichte

Geschichte



• Meine glückliche Kindheit und Jugend verlebte ich in der Domstadt Hildesheim; erst in der Nordstadt, dann in Neuhof.
• Weil ich keine Schularbeiten machen wollte, besuchte ich die Robert-Bosch-Gesamtschule. Dort machte ich 1982 mein Abitur. Mehr ist zur Schulzeit nicht zu sagen. Sie war mir auch nicht so wichtig. Hauptsache, ich schaffe es!
• Spannender ist, wie ich zur Martin-Luther-Gemeinde gekommen bin: Irgendwann stand Sabine Koch, Kantorin der Gemeinde bei meinen Eltern vor der Tür, erzählte, dass ich "immer beim Spielen vor der Haustür so schön sänge" und fragte, ob ich nicht im Kinderchor mitsingen wolle. Meine Eltern sagten mir: "Wenn man mit einer Sache anfängt, muss man sie auch zu Ende bringen!" (Einer meiner, bis heute gültigen Leitsätze!)
• Ich sang im Kinderchor: Jede Woche Probe, regelmäßiges Singen im Gottesdienst, Aufführungen von Singspielen. Nach Stimmbruch und Konfirmation bin ich dann in die Kantorei gekommen.
Die Beziehungen waren immer mindestens genau so wichtig wie das Singen.
• Ich entdeckte aber auch die Jugendarbeit der Gemeinde. Erst war ich selbst in einer Jugendgruppe. Dann – nach einer Mitarbeiterschulung mit Diakon Günther Bartke und Diakonin Margarete Schrader – habe ich selbst Gruppen geleitet und im Gemeindejugendkonvent mitgearbeitet.
Nach dem Abitur, das für mich auch nicht so wichtig war, studierte ich erst Theologie in Marburg. Nach drei Semestern zog ich wieder nach Hildesheim. Es folgten Jobs zum Geld verdienen bei den Stadtwerken Hildesheim, beim Dachdecker-Einkauf und diversen anderen Firmen. Auch wenn es manchmal schwer fiel: Hier lernte ich anzupacken. Während der Wartezeit auf einen Studienplatz in Hannover studierte ich nebenbei Pädagogik an der Uni Hildesheim...
... und jobte natürlich.
Ich blieb der Musik und der evangelischen Jugendarbeit treu, übernahm zusätzliche, spannende Aufgaben auf Kirchenkreisebene im Stadtjugenddienst. Von den Kirchenkreisjugend-
warten Kurt Hoppe und Dietrich Waltemate habe ich eine ganze Menge gelernt, was ich heute noch gebrauchen kann.
Nach meinem Vorpraktikum in der Matthäus-Gemeinde in Hildesheim studierte ich dann Religionspädagogik an der Evangelischen Fachhochschule in Hannover.
Doch auch weiterhin blieb ich meiner Heimatstadt treu: Ich leitete den gemischten Kirchenchor der Matthäusgemeinde. Von 1983-1989 wurden viele Gottesdienste musikalisch gestaltet, der Kontakt zum Chor der Partnergemeinde in Sommerfeld gepflegt und Abendmusiken geplant und durchgeführt. Besonders zu erwähnen sind die Aufführung des Passions-Oratoriums Eden – Gethsemane von Günther Marks, die Adventsmusik 1987 und die Adventsvesper 1988 (gemeinsam mit der Martin-Luther-Kantorei).
Am Ende des Studiums brauchte ich eine Berufpraktikumsstelle. Aus persönlichen Gründen sollte sie in der Nähe von Bielefeld liegen. Nach kurzer Suche fand ich Klaus Hinck im Kirchenkreisjugenddienst Melle. Ein Jahr lang habe ich viel gelernt, ausprobieren dürfen und viel Spaß gehabt!
Wir bereiteten gemeinsam Seminare vor, führten diese zusammen durch, gestalteten "Penne und Dom", eine Projektwoche in der Berufsschule und planten einen tollen Kinderkirchentag für den gesamten Kirchenkreis.
Leider ging diese Zeit viel zu schnell zu Ende.